Pina, 49 Jahre

«Blindsein ist für mich nicht problematisch, sondern unpraktisch im Alltag, in dieser visuellen Welt.»

Ich male, denke, fühle, lebe und liebe. Ich sehe auf meine Weise.

Ich bin Energie, materialisiert in einem Frauenkörper und habe unterschiedliche Rollen: Mutter, Tochter, Freundin, Geliebte… Die Blindheit ist ein Attribut und kein Wesenszug von mir.

Für ein gutes Leben brauche ich die Freiheit, mich so ausdrücken zu können, wie ich bin. Menschen in meiner Umgebung, die sich gegenseitig unterstützen und inspirieren, sind ein wichtiger Teil dieses Lebens.

«Die Würde aller Menschen zu achten, ist für mich seit jeher ein wichtiges Anliegen.»

Das respektvolle Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zeigt den Reichtum der Vielfalt und der Liebe. Es geht um den Austausch miteinander, das Lernen voneinander und die gegenseitige Unterstützung.

Immer wieder werde ich gefragt: Träumst du? Ja, ich träume. Vor allem vom Frieden auf der Welt, einer Welt ohne Hindernisse, in der wir Menschen uns alle, die Muttererde und die Tiere achten und respektieren.